Wie bleibt eine Beziehung lebendig?

Das Schwierigste im Leben eines Menschen ist es, eine liebevolle, erfüllte und dauerhafte Beziehung zu einem anderen Menschen aufzubauen und zu unterhalten. Wir lernen Lesen und Schreiben, Rechnen, Sprachen, Geschichte, Geografie und hundert andere "nützliche" Dinge.

Wie man eine Beziehung so gestaltet, dass sie unseren Bedürfnissen entspricht, hat uns niemand beigebracht. Wir lernen am Leben – mal freudig und begeistert, mal bitter und schmerzvoll. Wer glaubt, mit der Eheschliessung kehre "Ruhe" ein, wird sehr schnell eines Bessern belehrt. "Beziehungskisten" kann es in jedem Alter und in allen Lebensphasen geben. Manchmal zwingt uns das Schicksal hinein, manchmal auch nur unsere eigene Dummheit...

Wäre es nicht schön, eine stabile Beziehung zu leben, die von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Zielen geprägt ist, und in der sich eine vertrauensvolle Intimität entwickeln kann?

Wenn Sie Ihre jetzige Beziehung betrachten, wie glücklich sind Sie mit Ihrem Partner? Wie glücklich ist Ihr Partner mit Ihnen? Für die meisten Menschen ist es schwer, auf die erste Frage eine spontane, abschliessende Antwort zu geben. Unsere Gefühle sind diffus. Wir sagen dann häufig: "Ich bin nicht unglücklich...", ohne genau definieren zu können, warum wir denn nicht einfach "glücklich" sind. Oft ist es noch viel schwieriger, mit seinem Partner über die eigenen Gefühle zu reden. Gerade Männer haben häufig grosse Mühe, mit Ihren Partnerinnen über Ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen.

Wir glauben oft, dass Sympathie und ein allgemeines Gefühl des Wohlbefindens genügen, um eine Beziehung am Leben zu erhalten. Beziehungen sind jedoch wie Pflanzen. Haben Sie schon einmal versucht, eine Pflanze einfach "am Leben zu erhalten"?

Pflanzen brauchen mehr als nur eine minimale Versorgung, damit sie nicht eingehen. Sie brauchen nicht nur genügend Wasser, sondern auch Nahrung und Zuwendung. Pflanzenliebhaber reden sogar mit ihren Schützlingen... Eine Beziehung braucht deshalb – wie ein sensibles Pflänzchen – Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe, wenn sie gedeihen soll.

In jeder Partnerschaft gibt es Verhaltensweisen, die den andern stören oder die er oder sie zumindest nicht toll findet. Das ist normal und letztlich auch logisch, denn jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens Ausdrucksformen, Handlungsweisen, Sprech- und Essgewohnheiten, usw. entwickelt, die ihn in seiner Art unverwechselbar machen. In der Phase des Verliebtseins neigen wir dazu, uns zusammenzunehmen und unterdrücken viele unserer normalen Reaktionen, um den Partner oder der Partnerin zu gefallen. Aber das kann auf die Dauer nicht gutgehen. Wir mögen noch so gute Schauspieler sein, irgendwann bröckelt die Fassade ab. Eine Beziehung hält deshalb nur über längere Zeit, wenn wir angenommen werden, so wie wir sind und nicht so, wie man uns haben möchte. Darüber miteinander sprechen, schafft Verständnis füreinander und festigt die Beziehung – weil wir im guten Gespräch einander immer wieder neu entdecken.

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